Frieda Lieken genießt einen seltenen freien Tag und trotzt Nieselregen und Februarkälte, als sie eine Radtour über die Insel unternimmt mit dem Ziel ein Geschenk für ihren Verlobten Martin zu kaufen. Doch die Auszeit endet abrupt, als sie von einem Fahrzeug angefahren wird. Als sie unter Schmerzen wieder zu sich kommt, ist sie gefangen und vollkommen auf sich allein gestellt.
Währenddessen wartet Martin vergeblich auf ihre Rückkehr. Als Frieda nicht auftaucht, wendet er sich an Oma Lieken und an Friedas Chef Eisler, der Frieda bald zur Fahndung ausschreibt. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche und die Zeit drängt, denn diesmal ist Frieda selbst das Opfer und sie schwebt in großer Gefahr.
Ich habe mich wie immer auf einen weiteren Fall der Inselkommissarin gefreut. Dass sie diesmal in eine schier ausweglose Situation gerät, macht dieses Buch für mich ein gutes Stück emotionaler, denn Frieda ist mir im Lauf der Reihe sehr ans Herz gewachsen. Der Schreibstil der Autorin hat mich wie immer überzeugt, die Zitate zwischen den einzelnen Kapiteln:
"Es nimmt der Augenblick, was Jahre geben."
von Johann Wolfgang von Goethe
Beschreibt schon sehr gut die Situation die zu Friedas Lage führte.
Besonders gut gefallen hat mir, wie dicht und beklemmend die Autorin Friedas Gefangenschaft schildert und dabei sowohl ihre Verletzlichkeit als auch ihre innere Stärke zeigt. Die Perspektivwechsel zwischen Frieda und den Suchenden erhöhen die Spannung zusätzlich und lassen einen förmlich mit der Zeit mitrennen. Auch das vertraute Inselsetting mit Wind, Wetter und den bekannten Nebenfiguren trägt dazu bei, dass sich „Küstenloch“ wie ein Wiedersehen anfühlt nur deutlich nervenaufreibender als sonst.

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