Als Elisabeth (Sisi) durch Heirat zur Kaiserin von Österreich wird, betritt sie eine streng geordnete Welt voll steifer Konventionen und langweiliger Empfänge. Ausbrechen kann sie nur auf ausgedehnten Reisen und bei Aufenthalten auf ihrem ungarischen Schloss Gödöllö. Dort kann sie ungezwungen leben und ihrer größten Leidenschaft nachgehen: wilden Reitjagden. Kein Wassergraben ist der Kaiserin zu breit, kein Hindernis zu gefährlich – Sisi gehört zu den besten und tollkühnsten Reiterinnen ihrer Zeit. Der legendäre Jagd- und Rennreiter Bay Middleton bewundert die Kaiserin nicht nur für ihr reiterliches Können.
Sisi oder auch Sissi, wie im Film, war mir tatsächlich nur durch die hoffnungslos kitschigen Filme bekannt, die seit Jahrzehnten in schöner Regelmäßigkeit wiederholt werden und die, die Sehnsucht nach Romantik, wahrer und unverbrüchlicher Liebe und heiler Welt befriedigen. Die Wahrheit über die schöne Kaiserin von Österreich-Ungarn kam mir immer nur bruchstückhaft zu Ohren.
Warum also dieses Buch?
Ich mag die Autorin Karen Duve, seit ihrem Buch
Fräulein Nettes kurzer Sommer
und da war es naheliegend, auch ihr neustes Werk zu lesen.
Die Autorin schreibt über einen kurzen Zeitraum im Leben der Elisabeth von Österreich, geboren als Elisabeth Amalie Eugenie von Wittelsbach, Herzogin in Bayern, um das Jahr 1870 herum. Sisi fühlt sich schon alt, aber sie wehrt sich gegen das Alter, mit exzessivem Sport und einer Ernährung, die jeder Beschreibung spottet. In ihrer Nichte Marie Wallersee sieht sie zunächst eine Vertraute, bis die junge Frau die Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf sich zieht, und damit kommt die Kaiserin nicht wirklich klar, die an Depressionen leidende Frau braucht die Bestätigung ihres Umfelds, die bedingungslose Hingabe und Bewunderung. Da erinnerte mich die Kaiserin an die böse Stiefmutter aus Schneewittchen, zwar schickt sie Marie nicht zum Sterben in den Wald, aber sie sucht einen Ehemann für sie, um sie aus dem Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu entfernen.
Karen Duve wollte ein Buch über Pferde schreiben, und um Pferde geht es auch neben der Kaiserin, es wird viel geritten und viel gejagt, die Tierliebhaberin Sisi trennt ihre Liebe zu Pferden von ihrer Lust auf jagdbares Wild.
Wir erfahren viel über das Protokoll am Hof, das Leben Sisis ist absolut durchgetaktet, es galt noch das spanische Hofzeremoniell, bis sie ihre eigenen Tagesabläufe durchsetzt.
Habe ich nun mehr über die Kaiserin erfahren als das, was man aus den Filmen und den Bruchstücken, die ich schon über die reale Sisi wusste?
Nein, eher nicht, aber die Autorin hat aus diesen Bruchstücken ein fast vollständiges Bild der Frau erschaffen, ich konnte mir vorstellen, wie unglücklich sie gewesen sein musste, glückliche Menschen handeln anders.
Die Autorin, hat so weit ich das beurteilen kann, hervorragend recherchiert, alles, was ich nachschlug, hat mir das bestätigt. Sisi Fans werden nicht viel Neues erfahren, für unbedarfte Leser wie mich, war das Buch sehr lesenswert.
und da war es naheliegend, auch ihr neustes Werk zu lesen.
Die Autorin schreibt über einen kurzen Zeitraum im Leben der Elisabeth von Österreich, geboren als Elisabeth Amalie Eugenie von Wittelsbach, Herzogin in Bayern, um das Jahr 1870 herum. Sisi fühlt sich schon alt, aber sie wehrt sich gegen das Alter, mit exzessivem Sport und einer Ernährung, die jeder Beschreibung spottet. In ihrer Nichte Marie Wallersee sieht sie zunächst eine Vertraute, bis die junge Frau die Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf sich zieht, und damit kommt die Kaiserin nicht wirklich klar, die an Depressionen leidende Frau braucht die Bestätigung ihres Umfelds, die bedingungslose Hingabe und Bewunderung. Da erinnerte mich die Kaiserin an die böse Stiefmutter aus Schneewittchen, zwar schickt sie Marie nicht zum Sterben in den Wald, aber sie sucht einen Ehemann für sie, um sie aus dem Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu entfernen.
Karen Duve wollte ein Buch über Pferde schreiben, und um Pferde geht es auch neben der Kaiserin, es wird viel geritten und viel gejagt, die Tierliebhaberin Sisi trennt ihre Liebe zu Pferden von ihrer Lust auf jagdbares Wild.
Wir erfahren viel über das Protokoll am Hof, das Leben Sisis ist absolut durchgetaktet, es galt noch das spanische Hofzeremoniell, bis sie ihre eigenen Tagesabläufe durchsetzt.
Habe ich nun mehr über die Kaiserin erfahren als das, was man aus den Filmen und den Bruchstücken, die ich schon über die reale Sisi wusste?
Nein, eher nicht, aber die Autorin hat aus diesen Bruchstücken ein fast vollständiges Bild der Frau erschaffen, ich konnte mir vorstellen, wie unglücklich sie gewesen sein musste, glückliche Menschen handeln anders.
Die Autorin, hat so weit ich das beurteilen kann, hervorragend recherchiert, alles, was ich nachschlug, hat mir das bestätigt. Sisi Fans werden nicht viel Neues erfahren, für unbedarfte Leser wie mich, war das Buch sehr lesenswert.
- Herausgeber : Galiani-Berlin; 1. Edition (22. September 2022)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 416 Seiten
- ISBN-10 : 3869712104
- ISBN-13 : 978-3869712109
Bildelemente von
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Autorenfoto: Amazon

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