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Freitag, 25. September 2020

Im WaypointFiftynine oder: Alles so grün hier

Guten Morgen, oder ist es schon Abend? Irgendwie habe ich in den letzten Tagen das Gefühl die Zeit vergeht anders als sonst und wie ich hierhergekommen bin weiß ich auch nicht, ich glaube ja ich vertrage die Drinks im Waypoint Fiftynine nicht so wirklich, da gibt es diesen einen besonderen der angeblich aus 59 Zutaten besteht, ich werde zwar nicht betrunken aber ich sehe seltsame Wesen, so wie den da drüben seht ihr den auch, komplett behaart und irgendwie zottelig.

„Hey du, ja du, sach mal wie siehst du denn aus, hat dein Barber Urlaub oder was?“




Jetzt mal ehrlich, er sieht schon so aus müsse er mal wieder zum Frisör, oder?

upps jetzt guckt er aber böse, ich glaube ich geh mal rüber und stelle mich vor.


„Entschuldige bitte, ich bin etwas neben der Spur, ich bin Manuela und das letzte an das ich mich erinnere ist das ich Zuhause auf dem Sofa eine Anthologie gelesen habe und einen Drink hatte den mir die Verleger Marc und Tanja mitgebracht hatten, den gibt es hier auch ist ein fiftyniner und echt lecker“

„Tach. Ich bin der Manfred. Bist du auch öfter hier?“

„Von einem Manfred, habe ich in dem Buch auch gelesen, eine Geschichte von Veronika Lackerbeauer 

Alles grün, selbst die Autorin


und hey der war genauso behaart wie du, ist ja lustig, sein Schwager hat ihn immer Alfa genannt, die waren auf Kreuzfahrt, warst du auch schon mal auf Kreuzfahrt? Was bedeutet noch mal Alfa? Gleich fällt es mir wieder ein.“

„Hör mir mit dem Hohlkopp auf! Aliena ist die Schwester meiner Frau und ich mag sie ja echt gern, aber ihr Typ geht gar nicht. Das ist so ein seltsames haarloses Alien, aber seine Optik ist nicht mal das größte Problem. Er verbreitet einfach immer schlechte Laune. Und dann kommt er immer mit diesen krassen Verschwörungstheorien an. Das nervt mich ja am meisten. Durch meinen Job krieg ich halt viel mit, was so hinter den Kulissen läuft, aber ich darf da ja nicht drüber reden. Er reizt mich schon oft, dass ich ihm einfach mal ein paar Wahrheiten um die Ohren fetze.“

Der Barkeeper bringt uns zwei fiftyniner, ich glaube ich habe ne Flatrate bestellt.

„Prost.“ Nimmt einen großen Schluck, atmet geräuschvoll aus und setzt dann einen lauten Rülpser hinterher. „Das tut gut. Wo war ich? Ach ja, die Kreuzfahrt. Leck mich am Arsch, das war was! Erstens wär meine Tarnung beinahe aufgeflogen, zweitens hat der Hohlkopp sich und mich wieder völlig blamiert. Egal, wo der hinkommt, er kann sich danach dort nicht mehr blicken lassen. Deshalb bin ich übrigens so gern im Waypoint Fiftynine! Da geht er nämlich auch nicht mehr hin.“

„Ah jetzt fällt mir auch wieder ein was Alfa bedeutet Albernes-Langes-Fell-Alien.

Alien als gäbe es wirklich Aliens. Könntest du mich runterlassen, bitte? Wo trägst du mich hin? Ist das ne Luftschleuse?

Jetzt sitze ich wieder auf meiner Couch und ich schwöre euch, ich trinke nie niemals wieder, erst recht nicht ohne Zutatenliste, da bildet man sich nur seltsame Sachen ein und wie ich wieder nach Hause gekommen bin weiß ich auch nicht.

Anderseits, das, was Veronika Lackerbauer in ihrer Geschichte erzählt hat, fühlt sich so echt an und wenn es aufgeschrieben ist, muss es ja stimmen oder? Und auf meinem Tisch liegen seltsame Dinge, im Traum habe ich mich an irgendetwas festgehalten als Manfred mich zur Luftschleuse schleppte, der hat jetzt Rücken. ätsch
Das sieht schon aus wie ein Bierdeckel oder? Und Bierdeckel gibts nur in echten Kneipen.




Ihr glaubt mir nicht? Lest selber nach, das Buch gibt es in jedem gutsortierten Kreuzfahrtschiffkiosk oder direkt beim Verlag












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