Baldwin erzählt die Geschichte eines Amerikaners in Paris in den 50er Jahren, es ist keine heitere Geschichte, kein Sommermärchen über die Liebe.
Der Ich-Erzähler David, hält sich in Paris auf um der Auseinandersetzung mit seinem Vater aus dem Weg zu gehen, sie liegen nicht im Streit, sie reden miteinander, aber nicht über die wichtigen Dingen des Lebens.
Die meiste Zeit verbringt David in der Schwulenszene Paris, in den einschlägigen Kneipen und Cafeś, immer ein bisschen am Rand, schließt er zwar Freundschaften aber, die wie es scheint nur um sich ab und zu Geld zu leihen.Er beobachtet, er lacht über Tunten und lästert über tragische Gestalten die nach der großen Liebe suchen und doch nur zahlen müssen für ein bisschen Nähe.
Bis er in seiner Stammkneipe auf den Barkeeper Giovanni trifft und sich Hals über Kopf verliebt.
Sie verbringen jede freie Minute miteinander ihre wahre Zuneigung zueinander können sie aber nur im verborgenen Leben, versteckt vor der Welt in Giovannis schäbigem Zimmer.
Als Davids Verlobte nach Paris zurückkehrt, offenbart sich seine Zerrissenheit erst völlig.
Das Buch zu beschreiben, diese besondere Atmosphäre die James Baldwin geschaffen hat und die, die Übersetzerin Miriam Mandelkow wohl einzufangen wusste, fällt mir sehr schwer, besser kann das Sasha Marianna Salzmann in ihrem Nachwort.
Giovannis Zimmer ist keine leichte Kost, das Buch regt zum Nachdenken an und stimmt wirklich traurig.
- Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
- Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (21. Februar 2020)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3423282177
- ISBN-13: 978-3423282178
- Originaltitel: Giovanni's Room

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Hier dürft ihr mir eure Kommentare hinterlassen. Bitte beachtet: DATENSCHUTZ: Mit dem Abschicken des Kommentars nehme ich zur Kenntnis und bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert und weiterverarbeitet werden!