Für die Ermittler steht der Mörder fest, der Ehemann wurde als Täter identifiziert und in ein Irrenhaus eingeliefert.
Mit 1794 hat Niklas Natt och Dag, nicht nur einen extrem spannenden und teilweise sehr verstörenden Krimi geschaffen, sondern seinen Lesern auch einen tiefen Einblick in die Lebensumstände in Schweden im 18. Jahrhundert geschaffen. Hunger und Elend bestimmen das Straßenbild.
Ich liebe die Mischung aus gut recherchiertem historischen Roman und knallhartem Thriller.
Und knallhart trifft es hier wie die Faust aufs Auge. Der Autor spart nicht mit expliziten Gewaltbeschreibungen und dem Elend der damaligen Zeit.
Nach und nach offenbart sich Cardell und damit dem Leser die Wahrheit.
Die Protagonisten sind allen voran Cardell auch in diesem Band wieder mit sehr viel Liebe zum Detail beschrieben. Hier möchte ich kurz besonders auf Emil Winge eingehen, der nach dessen Tod den Platz an Cardells Seite einnimmt und diesen bei den Ermittlungen unterstützt. Winge scheint von seinen eigenen Dämonen verfolgt zu werden. Er ist nicht gemacht für den Sumpf, in den er gerät und lässt sich doch nicht unterkriegen, seine Art sorgt für einige überraschende Wendungen, die dem Buch sehr guttun.
Ich vergebe für 1794 eine absolute Leseempfehlung, für Leser mit starken Nerven.
- Broschiert: 560 Seiten
- Verlag: Piper Paperback; Auflage: 2. (3. Januar 2020)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 349206194X
- ISBN-13: 978-3492061940
- Originaltitel: 1794
- Leena Flegler (Übersetzer)

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