Seiten

▼

Seiten

▼

Freitag, 8. Februar 2019

Der scharlachrote Wolf von Goderdsi Tschocheli

Heute bekommt ihr statt einer Inhaltsangabe von mir, einen Text  von der Verlagsseite:

Luka, ein junger Schauspieler, stammt aus einem kleinen Bergdorf im Großen Kaukasus, wo die Natur rau und das Leben reich an Mythen und Sagen ist. Die Stadt Tbilissi erscheint ihm verheißungsvoll, doch schnell bringt er mit seiner ehrlichen Art die omnipräsente Miliz gegen sich auf. Er entschließt sich zur Flucht. Doch der Busfahrer, der ihn bis zu seinem Dorf bringen sollte, setzt ihn auf halber Strecke vor die Tür: Eine Weiterfahrt sei bei der Eisglätte lebensgefährlich. Luka kämpft sich allein durch den Schnee, aber es ist hoffnungslos, die Dunkelheit bricht herein. Das Heulen der Wölfe ruft Erinnerungen wach, bis sich Luka plötzlich von einem Wolfsrudel umzingelt sieht. 
»Der scharlachrote Wolf« ist ein moderner Klassiker der georgischen Literatur. In atmosphärischen Bildern lässt Tschocheli eine archaische und zugleich moderne Welt lebendig werden, deren scharfe Kontraste die georgische Gesellschaft bis heute prägen. Menschen verwandeln sich in Wölfe und Wölfe in Menschen, heidnische und christliche Motive sowie alte und neue Erzähltraditionen gehen eine reizvolle Verbindung ein, sodass die Übergänge von Tradition und Moderne auf intellektuell anregende und sinnlich erfahrbare Weise greifbar werden.

Meine Meinung:
Ich durfte das Buch im Vorfeld des Langen Tags der Bücher am 17.02.2019 in Frankfurt lesen, geschrieben wurde es schon 1983, in der Frankfurter Verlagsanstalt erschien es 2018.
Zu Beginn des Buches habe ich mich etwas schwer getan, mir war nicht ganz klar was der Autor mir überhaupt sagen wollte. Er erzählt von Luka, der als Student aus einem abgelegenen Bergdorf in die große Stadt zieht und dort überhaupt nicht zurecht kommt und nach einem Krankenhausaufenthalt die Stadt wieder fluchtartig verlässt. 
Auf dem Weg in sein Dorf, kommen ihm Geschichten in den Sinn, die von Wolfsmenschen erzählen und den Gefahren die diese mit sich bringen. Luka trifft auf Tevdore, der ihn vor einem Wolfsrudel rettet und ihm berichtet, das auch er eine Zeit lang als Wolf lebte und noch heute die Menschen meidet, weil er die Wölfe in ihnen erkenne und damit könne er nicht leben.
Nimmt man nur das geschriebene Wort, hat man einige sehr interessante, teilweise unheimliche Geschichten. Versucht man aber mehr in diesen Worten zu sehen, muss man sich ein bisschen in die Zeit zu der das Buch geschrieben wurde vertiefen. Die Wölfe könnten ein Sinnbild für die Kommunisten sein, die unter dem Sowjetischen Regime, jeden der keine Regimetreue bewies verrieten. Ich kenne mich aber in der Geschichte Georgiens oder der ehemaligen Sowjetunion nicht genug aus um das beurteilen zu können. Ich weiß aber, das mir die Geschichte an sich gefallen hat, Luka ist ein sympathischer junger Mann, der sich seinen Ängsten stellt und am Ende hoffentlich sein Heimatdorf nicht nur erreicht, sondern dort auch sein Glück und seine Bestimmung findet.

Wer sich nicht scheut, sich auch mal mit schwieriger Literatur zu beschäftigen, dem kann ich 
Der scharlachrote Wolf
durchaus empfehlen.

  • Gebundene Ausgabe: 200 Seiten
  • Verlag: Frankfurter Verlagsanstalt; Auflage: 1 (31. August 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3627002563
  • ISBN-13: 978-3627002565

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hier dürft ihr mir eure Kommentare hinterlassen. Bitte beachtet: DATENSCHUTZ: Mit dem Abschicken des Kommentars nehme ich zur Kenntnis und bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert und weiterverarbeitet werden!