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Samstag, 14. März 2020

Asklepios von Charlotte Charonne

Endlich bietet sich für Paul und Sophie die seltene Gelegenheit, ein kinderfreies Wochenende zu genießen, ihre kleine Tochter Emma ist bei Oma Marie bestens aufgehoben. Bis ein Anruf ihr Leben in Trümmer legt:
Emma ist verschwunden, Marie ließ sie nur für kurze Zeit allein im heimischen Garten, um das Essen vorzubereiten.
Zwei Wochen später findet eine Spaziergängerin die Leiche der Kleinen, das Kind wurde missbraucht und misshandelt.
Dass der Täter schon bald darauf gefasst und zu 15 Jahren Haft verurteilt wird, ist für niemanden ein wirklicher Trost.
Die Familie zerbricht, Sophie erkrankt an einer Depression, Maria beginnt zu trinken, nur Paul schafft es sich ein neues Leben aufzubauen.

Das Buch beginnt,  mit heiteren Bildern einer fröhlichen und glücklichen Familie, die Liebe die sie füreinander und im Besonderen für die kleine Emma empfinden ist mit jeder Zeile spürbar ebenso wie das unerschütterliche Vertrauen darin, das das Leben immer so weiter geht.

Womit wir schon beim ersten Höhepunkt des Buches sind, der Schreibstil. Die Autorin hat es wie kaum jemand zuvor geschafft mich in die diese:
Das Leben ist perfekt und nichts kann daran etwas ändern.
Stimmung zu versetzen und das, obwohl mir natürlich zu jeder Zeit bewusst war, das dieser Tag in einer Katastrophe enden wird.
Dieses Gefühl versetzte mich von Beginn an in eine besondere Stimmung, die schwierig zu beschreiben ist, mich aber völlig faszinierte, es gibt also doch noch etwas am deutschen Krimihimmel, das ich noch nicht kannte.

Der Klappentext, verrät schon das Emmas Mörder nach seiner Haftentlassung, entführt und gefoltert wird, wobei die körperliche Folter  an ihm vollkommen schmerzfrei vollzogen wird, die Auswirkungen und die psychischen Qualen allerdings um so grausamer sind.
Jetzt muss ich komplett zwischen Fiktion und Realität trennen, im Buch bin ich absolut auf der Seite des Entführers, ich wünsche ihm so sehr das er nie gefasst wird, das er sein Werk vollenden kann.
Im wahren Leben verurteile ich Selbstjustiz aller Art.

Kommen wir zu den ermittelnden Beamten.
Die Kommissare Ruby und Spike haben die undankbare Aufgabe dem Entführer von Georg Schwarz auf die Spur zu kommen. Nicht nur die Familie Emmas hätte ein Motiv, in seiner Nachbarschaft herrscht die Angst vor dem Kinderschänder und Schwarz stand im Verdacht ein weiteres Kind entführt und missbraucht zu haben. Doch alle potenziellen Täter haben ein Alibi.
Ich mochte Ruby und Spike, sie sind ein gutes, perfekt aufeinander eingespieltes dazu noch sympathisch mit interessanten Hintergrundgeschichten über die ich auch gern mehr erfahren würde.

Die Auflösung des Falls ist in sich schlüssig es bleiben keine Frage offen und das Ende ist durchaus befriedigend.

Ich vergebe für Asklepios eine absolute Leseempfehlung.

  • Taschenbuch: 348 Seiten
  • Verlag: edition-Krimi (2. Auflage 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3748105029
  • ISBN-13: 978-3748105022



2 Kommentare:

  1. Wow, das liest sich mehr als spannend! Ich habe das Cover schon einige Male auf Insta gesehen, aber noch keine Inhlatsangabe, aber deine rezension macht mich total neugierig auf diesen Thriller.
    Liebe Grüße
    Martina

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  2. Hallo Martina, ich denke auch, das dir das Buch gefallen würde.

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