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Sonntag, 22. September 2019

Das Institut von Stephen King

Inhalt:
Das Buch beginnt mit Tim, einem ehemaligen Polizisten auf dem Weg von Tampa nach New York, wo er einen Neubeginn starten will. Als die Passagiere des Fluges gebeten werden, das einer von ihnen seinen Platz räumt, nimmt er das Angebot an und macht sich als Tramper auf seinen Weg. Zufällig landet er in DuPray, einem Kaff in South Carolina, wo er als Nachtklopfer ( Nachtwächter) arbeitet.
Kurz darauf lernen wir Luke kennen, 12 Jahre alt und angehender Student am MIT und dem Emerson College. Luke führt ein glückliches Leben, trotz seiner Hochbegabung ist er ein ganz normaler kleiner Junge, bis zu dem Tag an dem Fremde in sein Elternhaus eindringen und ihn kidnappen.
Von da an, lebt er im Institut.

Meine Meinung:
Es gibt schon viele Stimmen zu Stephen Kings neustem Werk und ausnahmsweise habe ich schon die eine oder andere gelesen, nicht um mich zu vergewissern ob es sich lohnt das Buch zu lesen, das war mir schon klar bevor ich überhaupt anfing zu lesen, schaut einfach mal selbst.
Viele empfanden den Einstieg in die Geschichte als etwas langatmig, dem muss ich allerdings widersprechen. Mit dem Einstieg wurde Tims Charakter beschrieben und der ist wesentlich für die spätere Handlung, ebenso wie der kleine Einblick in das Leben in einer kleine Südstaaten Stadt.
Wir verweilen aber nicht lange in DuPray, schnell kommt King zu seiner Hauptperson Luke und dem Grauen im Institut, das idyllisch in einem Wald liegt, irgendwo im Nirgendwo, wie es im Klappentext heißt.
Luke ist natürlich nicht allein im Institut, mit ihm leben dort noch andere Kinder, die wie er über besondere Fähigkeiten verfügen und die wie er, von den Mitarbeitern des Instituts gequält werden um diese Fähigkeiten noch zu verstärken.
Kinder in Büchern für Erwachsene, sind häufig nervig, weil die Autoren sich nicht in sie hineinversetzen können, sie beschreiben sie so wie sie sich Kinder vorstellen, nicht wie sie wirklich sind. Sie sind stark und gleichzeitig verletzlich, mutig und voller Angst. King beschreibt sie genauso,  und er legt  großen Wert darauf den Lesern ihren Zusammenhalt nahe zu bringen, das schafft er nicht nur in dem er es schreibt, sondern durch die Art wie er sie handeln lässt.
Und wieder erschuf er eine besondere Atmosphäre, die durch die Beziehungen der Kinder untereinander getragen wird, das war schon in vielen seiner früheren Geschichten, z.B. ES und Stand by Me, etwas besonderes und ein wahres Highlight.
Auch die Erwachsenen Protagonisten werden durch ihre Handlungen beschrieben und sie entpuppen sich fast durchgehend als skrupellose, teils sadistische Persönlichkeiten, als Außenstehender der nur beobachten kann, ist das was im Institut vor sich geht, die Art wie dort mit den Kindern umgegangen wird kaum zu ertragen.
Und doch, haben auch sie ihre Gründe, die ich am Ende des Buches zwar nachvollziehen konnte, für die ich trotzdem keinerlei Verständnis aufbringen kann.
King muss die Quälereien denen die Kinder ausgesetzt waren, nicht in jeder Einzelheit beschreiben, das was sich im Kopf des Lesers abspielt ist grausam genug.

Mein Fazit: Ein fantastisches Buch, eines das für schlaflose Nächte sorgt und das sagt eigentlich schon alles aus.


  • Gebundene Ausgabe: 768 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (9. September 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453272374
  • ISBN-13: 978-3453272378
  • Originaltitel: The Institute



8 Kommentare:

  1. Eine tolle Rezension. Ich lese momentan immer noch meinen ersten King, aber "Das Institut" bekommt direkt einen Platz auf meiner Wunschliste ;)

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    1. Dankeschön, was liest du denn gerade von ihm?

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    2. Ich habe mich direkt an "Es" gewagt und bin jetzt ungefähr bei der Hälfte. Ein unglaublich gutes Buch. Auf meinem SuB habe ich auch noch "Friedhof der Kuscheltiere" und "Der Anschlag" ;)

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    3. Das war mein allererster King, danach war es um mich geschehen, du hast eine gute Wahl für den Einstieg getroffen. Viel Spaß damit weiterhin.

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  2. Hallöchen =)

    Inhaltlich hat mich das Buch sofort angesprochen. Ich war allerdings etwas skeptisch, da ich schon sehr viele Jahre kein Buch mehr von King gelesen habe. Ich war einfach der Meinung, dass ich da irgendwie rausgewachsen bin.
    Ich hab mir also erstmal die Leseprobe geschnappt und musste leider feststellen, dass sein Stil tatsächlich nichts mehr für mich ist.

    Wenn du jetzt allerdings deine Eindrücke schilderst, dann ich echt neugierig! Aber ob ich das wirklich über 700 Seiten durchhalte? Ich weiß nicht recht.

    LG
    Anja

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  3. Guten Morgen Anja,
    ich muss dir ehrlich sagen, wenn dir sein Schreibstil nicht gefällt, kann dir das Buch nicht gefallen, er hat halt seine eigene Art und erzählt gern und lange, nicht ganz so lange wie Georg R. Martin dann wäre das Buch noch länger ;o) Ich würde an deiner Stelle noch warten bis dir das Buch für einen moderaten Preis über den Weg läuft, das wird bei einem Bestseller sicher nicht lange dauern und es dann einfach noch mal versuchen.

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  4. Hallo Manuela,
    ganz neue hier auf deinem Blog habe ich etwas gestöbert und gleich eine `Gemeinsamkeit´ gefunden. Zwar lese ich das Buch aktuell noch, kann aber deinen Gedanken zum Buch nur zustimmen. Ich bin gespannt, wie es im Gesamten auf mich wirkt.
    Als Leserin bleibe ich auch gleich hier und mache die 150 voll.^^
    Ganz liebe Stöbergrüße und alle lieben Wünsche für ein wundervolles Wochenende, Hibi

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