Dienstag, 7. Februar 2017

Die Daria-Storm-Reihe+++Blogtour und Rezension zu Der Schinder





Leseprobe

Inhalt:
Zwei Jahre nach dem das letzte Opfer, der Folterexeperte und Polizeiberater Maxim Winterberg, dem Schinder in letzter Minute entkommen konnte, tauchen Leichen auf, deren Körper auf den Schinder als Täter hinweisen.
Die Kommissarin Daria Storm, erkennt schnell die Zusammenhänge und versucht Maxim Winterberg zu einer erneuten Zusammenarbeit zu bewegen. Zunächst vergeblich, denn Winterberg ist zutiefst traumatisiert und hat obendrein sein Gedächtnis verloren. Erst als der Schinder ihn direkt bedroht, gibt er nach.

Meine Meinung: Die Autorinnen Sarah Wedler und Nadine d`Arachart halten sich nicht mit langen Vorreden auf, gleich zu Beginn der Story stößt der Leser gemeinsam mit Daria auf eine grausam zugerichtete Leiche, die eindeutig auf den Schinder hinweist, der vor zwei Jahren von der Bildfläche verschwand. Der Zustand der Leichen lässt darauf schließen das die Morde schon vor längerem geschahen und hätte nicht jemand eindeutige Hinweise auf den Fundort platziert, niemand hätte sie gefunden. Ist der Schinder zurück?
Die Story wirft viele Fragen auf, Fragen die im Laufe des Buches allerdings auch beantwortet werden.Die Protagonisten, allen voran Daria Storm, sind interessant und zum Großteil sehr sympathisch.

Daria, die als allein erziehende Mutter, Beruf und Familie unter einen Hut bringen muss, neigt zu Alleingängen, die sie das ein oder andere Mal in gefährliche Situation bringen.

Martin, ihr Kollege bei der Kripo, der Einzelgänger der Daria immer mal wieder den Kopf zurecht rücken muss.

Maxim Winterberg, der sich auch zwei Jahre nach dem Überfall noch immer verbarrikadiert und sich kaum unter Menschen wagt, dessen einzige Erinnerung aus Fachwissen besteht und der Gefühle für Daria entwickelt.

Und zu guter Letzt: Der Schinder, eine zutiefst gestörte Persönlichkeit, dem nichts mehr Vergnügen bereitet als die Schreie seiner Opfer, er weiß wie man das Leiden verlängert und er kennt sich aus in den Lost Places von Berlin.

Der Schreibstil ist flüssig und schnörkellos, frei von überflüssigem Schnickschnack, so das sich das Buch in einem Zug durchlesen lässt, ich musste unbedingt wissen, wer sich hinter dem Schinder verbirgt und was ihn zu seinen Taten trieb.

Ich vergebe für das Buch eine Leseempfehlung, für alle die es wie ich, etwas härter mögen.

  • Taschenbuch: 218 Seiten
  • Verlag: telescope (16. November 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3959150105
  • ISBN-13: 978-3959150101



Der Schinder treibt sein Unwesen in Berlin, das ist ja an sich keine besondere Erwähnung wert, viele Krimis sind in Berlin angesiedelt, die Besonderheit hier sind die besonderen Orte in Berlin, das alte Olympia Stadion und der von vielen vergessene einzige Freizeitpark der ehemaligen DDR, der Spreepark der im Plänterwald seit Jahren verfällt. Ich musste das Lesen leider immer mal wieder unterbrechen um nach Bildern und weiteren Informationen zu suchen. Dabei bin ich auf Fotos von Peter Klusmann gestoßen.
Hier findet ihr noch viele tolle Bilder von ihm
https://www.pk-foto.eu/galerie/lost-places/
Und ich bedanke mich das ich die Bilder nutzen darf.


©Peter Klusmann
©Peter Klusmann
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Und so sah der Spreewaldpark früher aus, das zweite Bild zeigt das Olympiastadion, das auch im Buch vorkommt und mittlerweile vor sich hin verfällt.


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