Donnerstag, 15. Dezember 2016

Live-Blogtour 2016. 2 Länder,2 Bücher,1 Autor




Wenn ihr den Auro Thomas Pyczak gern näher kennenlernen wollt. Schaut doch mal auf seiner Seite vorbei:
http://www.thomas-pyczak.de/

Heute sind wir schon am Ende der Blogtour angekommen. Die letzte Woche war sehr interessant und verschiedenen Blogbeiträge und besonders durch die Livelesungen haben mich sehr beeindruckt, ich werde den festen Termin um 19 Uhr wirklich vermissen. Heute habt ihr auch noch mal die Gelegenheit einzuschalten und wenn ihr neugierig geworden seid.


Alle Lesungen gibt es zum Nachschauen auf YouTube:

Die erste Blogtour meines Lebens, ich hoffe ihr seht mir die eine oder andere Unzulänglichkeit nach.
Worum geht es? Der gebürtige Hamburger Thomas Pyczak, hat nach einer erfolgreichen Karriere beschlossen seinem Herzen zu folgen und Bücher zu schreiben. Im Sommer 2016 veröffentlichte er seine Romane "Ende der Welt" und "Starnberg.Marrakesch.Starnberg."

Im Rahmen dieser Blogtour durfte ich "Ende der Welt" lesen, die Rezension dazu findet ihr am Ende dieses Beitrags.
Ich habe Thomas Pyczak ein paar Fragen gestellt, ich hatte für diese Fragen ein Thema bekommen: Ankommen.
Das ist gar nicht so einfach wie es im ersten Moment klingt, denn Ankommen ist mehr als von A aufzubrechen und am Ende des Weges bei B anzukommen. Ankommen kann das Ende einer Reise, einer beruflichen Laufbahn, das Finden eines endgültigen Zuhauses oder das Zusammensein mit einem Menschen.
Ich persönlich reise nicht gern, ich bin zwar gern am Ziel angekommen aber der Weg dahin gefällt mir nicht. Doch ich habe keine Problem, damit alles zusammen zupacken und umzuziehen, solange ich mit den Menschen zusammen bin die für mich mehr mein Zuhause bedeuten als es 4 Wände und ein Dach je könnten.

Hier noch ein Sehnsuchtsbild. Hier wäre ich auch gern mal angekommen, hinfahren nicht, das ist mir zu weit. ;o)


Nun aber zu dem was euch wahrscheinlich mehr interessiert.

©T.Pyczak

Hallo Thomas,

in deiner Vorstellung auf Facebook hast du erzählt, dass du dich gerade
in Namibia aufhältst. Aus deinem Buch weiß ich, dass du auch schon u.a.
in Argentinien warst. Du reist also gern. Ist dir bei deinen Reisen der
Weg zum Ziel wichtiger oder das Ankommen? Also non-stop mit dem
Flugzeug, oder als Rucksacktourist von einem Ort zum anderen und dann
sehen, wo du landest?

Beides. Das Ziel ist die Reise selbst. Die Verbindung zu dem Land, den
Menschen, der Natur. Manchmal geht das sehr strukturiert, wie zum Beispiel
in Namibia, wo ich gerade mit meiner Frau war. Namibia schien uns etwas zu dünn
besiedelt, um sich treiben zu lassen. Wir hatten also eine feste Route mit gebuchten Lodges auf dem Weg, für uns sehr ungewöhnlich. Aber so war es entspannter und
 wir hatten  viele wunderbare und unplanbare Begegnungen,
das hat die Reise besonders gemacht.
Meist lassen wir uns stärker treiben. In
Argentinien und Brasilien zum Beispiel haben wir nach Gefühl entschieden,
wie die Reise weitergeht. Es gab nur einen Start- und Zielpunkt: Rio de
Janeiro. Der Rest war offen. Auch das eine großartige Reise, voller
Überraschungen.



Bist du in deinem Berufsleben da angekommen, wo du hin wolltest, oder
findest du dich noch?

Ich bin angekommen, im besten Sinne. Die Entscheidung, Schriftsteller zu werden, war die Entscheidung, nicht
mehr zwischen Beruf und Privat zu trennen. Schriftsteller sein, das ist
für mich ein Lebensentwurf. Mein Lebensentwurf.

Ich wollte schon während des Studiums (Literatur, Philosophie) gern Schriftsteller werden, merkte aber, dass
ich das nicht konnte. Es fehlte so ungefähr an allem - bis auf die Begeisterung. Also mehr ein Wunschdenken. Ich sagte mir, gut, dann eben Journalist. Als ich einige
Zeit Redakteur war, wollte ich gern eine leitende Funktion für mehr
Gestaltungsspielraum. So wurde ich Chefredakteur, Geschäftsführer, schließlich CEO. Als ich 50 wurde, stellte ich mir die Frage: Wolltest du nicht mal Schriftsteller sein? Ich brauchte etwas Zeit und viele gute Gespräche mit Freunden, vor allem mit meiner Frau Bettina, um diese Frage für mich zu beantworten. 2014 die Entscheidung für ein Autorenleben. Die habe ich keine Minute bereut.


Heinrich Böll sagte: "Ankommen ist mehr, als sich irgendwo aufzuhalten."
Was sagst du zu dieser Aussage?

Stimmt. Ankommen ist auch ein Mindset. Sich irgendwo aufhalten kann jeder. Wirklich dort sein ist etwas ganz anders.  Es gehört eine große Ruhe
dazu, ein großes Vertrauen. So betrachtet wäre Ankommen ein Zustand erfüllter Gegenwart, frei von neidischen Seitenblicken und Gedanken, wieviel schöner es vielleicht gerade anderswo wäre. Ein anspruchsvolles Konzept. Fast eine Glücksformel.

Gab es den Moment in deinem Leben, in dem du gedacht hast, "Ja, das ist
es jetzt. Wenn es nach mir geht, kann das Leben genau so bleiben. Ich
bin angekommen (egal, ob an einem Ort oder bei einem Menschen)."?

Ja. Bei meiner Frau Bettina.

Auch heute gibt es wieder etwas zu gewinnen. Die Gewinnspielfrage:

Wie kam Feuerland zu seinem Namen?

schreibt bis 18 Uhr heute Abend an:
gewinnspiel@mainwunder.de







Meine Rezension ist nur einen Klick entfernt.
Der Link zu heutigen, letzten Lesung:
http://youtu.be/r8bnrN9A0fw

Meine Aufgabe bei dieser Blogtour bestand darin, mir Gedanken über das Ankommen zu machen und während des Lesens gab es diese eine Stelle im Buch, als André sich letztendlich entschied wie er sein Leben weiterführen will, an der ich spürte *Er ist angekommen, er weiß was er vom Leben will* Ich verrate euch jetzt natürlich nicht, wie er sich entscheidet.

Und wer mehr zu Starnberg,Marrakesch, Starnberg erfahren möchte, dem zweiten Buch das wir auf dieser Tour kennenlernen durften. Der möge doch hier mal klicken: https://kerstinskartenwerkstatt.de/blog/

Alle Beiträge zum Nachlesen findet ihr auf folgenden Blogs:
Blogfahrplan "Starnberg. Marrakesch. Starnberg."
Blogfahrplan "Ende der Welt"
Alle Lesungen zum Nachschauen.



Kommentare:

  1. Das Buch scheint etwas ganz anderes zu sein als ich vom Cover und dem Titel her erwartet hätte.

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  2. Eine sehr schöne Aktion! Das Buch klingt interessant...
    Jetzt noch am Gewinnspiel teilnehmen und mir und allen anderen Teilnehmern die Daumen drücken...

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  3. Tolles Interview und das Buch klingt auch gut

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  4. Ich bin neugierig auf das Buch; es hört sich spannend an.

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  5. Das Buch macht Lust auf mehr und die Blogtour liest sich interessant.

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  6. Das Interview hat mir sehr gut gefallen, auch welche Gedanken du vorher dazu hattest - bis zum Buch bin ich noch nicht vorgedrungen, das braucht noch Zeit.

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  7. Ankommen als sinnvolles Ziel für das eigene Leben hört sich toll an. Danke für den Impuls.
    frettchen

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  8. Die Blogtour hört sich wirklich interessant an, leider bin ich nicht dazu gekommen eine Live Sendung zu sehen.

    Ankommen finde ich schwer, man weiß schließlich nicht, wo der Weg noch hin geht, aber es ist schön, sich darüber gedanken zu machen, ob man vielleicht schon angekommen ist und es nicht gemerkt hat.

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