Mittwoch, 17. Februar 2016

Sachsenmorde Andreas M. Sturm (Hrsg.)

Klappentext:

Mit der oft zitierten sächsischen Gemütlichkeit haben die Krimis dieser Anthologie nichts gemein. Dunkel kommen sie daher und führen den Leser schonungslos zu den Abgründen der menschlichen Gesellschaft.

Kannibalismus, Serienmord, Kindesmissbrauch und Kunstfälschung sind nur einige der Themen dieser Anthologie, und die Täter agieren skrupellos, getrieben von Hass, perverser Lust und Gier.

In jedem der zehn Landkreise und der drei kreisfreien Städte lassen renommierte Krimiautoren nach Herzenslust morden, geben ihrer Schreiblaune freien Lauf und entführen dabei den Leser in das Schattenreich ihrer dunklen Fantasie.

 

Da ich zu jeder Geschichte mindestens einen Satz geschrieben habe, erlaube ich mir mein Fazit gleich zu Beginn zu schreiben, wer liest denn schon bis zum Ende der Seite. ;o)

Sachsenmorde ist meiner Meinung nach die gelungenste Anthologie  aus dem FHL Verlag, jede einzelne Geschichte ist von der Idee und vom Schreibstil absolut gelungen, nur eine ließ mich etwas ratlos zurück, aber vielleicht findet sich ja ein Leser, der sie mir erklärt, ich bin sicher: Es liegt nicht am Autor, es liegt an mir.

Diese Buch wandert direkt in mein *Behalte ich - Regal*




Monster von Anne Mehlhorn:

 Mein erster Gedanke bei dieser Story war: Fußball an sich ist ja schon furchtbar, ein Krimi der sich um Fußball dreht, kann ja nichts für mich sein, allerdings wurde ich eines besseren belehrt, hinter dieser Story steckt viel mehr als nur die Bedrohung eines Schiedsrichter, sie handelt von den Ängsten die Traumata in uns auslösen können und von den Reaktionen die diese evtl. auslösen und sie handelt von den Monstern in uns, die manchmal die Oberhand gewinnen. Eine gut durchdachte Kurzgeschichte. 

 

Zum Brunch ins Cafe Frankenstein von Rudolf Kollhoff:

Ich geh nie nie wieder auswärts Essen ;O) Mehr Horror als Crime serviert uns der Autor Rudolf Kollhoff und das macht er so gut, das es mich beim Lesen wirklich geschüttelt hat. Ich bin begeistert.

 

Die leisen Schwingen des Todes von Andreas M. Sturm:

Eine der erschütterndsten Geschichten,eine Geschichte die man aushalten muss erzählt sie doch gleich von zwei grausamen Schicksalen, die untrennbar miteinander verbunden sind, wie erst der Schluß offenbart.  

Mörderische Recherche von Mario Schubert

Upps, vielleicht sollte man doch erst alle Geschenke auspacken, bevor man zu drastischen Mitteln greift. ;o)


Nemesis von Brigitta Hennig:

Ein Mord und ein Selbstmord, verbunden durch die Schrecken der Vergangenheit, gut geschrieben, die Story hat alles was eine gute Kurzgeschichte braucht.


Ertappt im falschen Film von Frank Kreisler:

Ich mag ja sowieso schon keine Märchen und Märchenverfilmungen auch nicht, vielleicht mag ich deshalb die Story um die Verfilmung von Schneeweißchen und Rosenrot so gern, denn nicht immer haben Märchen ein Happy End ;o)

Auf den letzten Drücker von Patricia Holland Moritz:

Noch eine Geschichte, die ihren Anfang in der Vergangenheit hat, sie dreht sich um den letzten Henker des DDR Regimes und endet doch völlig anders als erwartet.

Hass von Jan Flieger:

Enttäuschte Liebe ist wohl eines der häufigsten Motive für Mord, wie in dieser Geschichte anschaulich dargestellt ist, oder ist doch Rache ein stärkeres Motiv?

Alte Schuld vom Romy Fölck:

Auch wenn Verbrechen aus der Vergangenheit häufig ungesühnt bleiben, die in der Gegenwart sollten aufgeklärt werden und die Täter müssen bestraft werden, zur Not muss der Großvater eben etwas nachdrücklicher darauf bestehen.

 

Das fünfte Bild von Frank Dörfelt:

Unrecht Gut gedeihet nicht , heißt ein altes Sprichwort und auch der Maler Jörg Petermann muss erfahren, dass in jedem Sprichwort ein Körnchen Wahrheit steckt und vielleicht versucht er es doch mal mit ehrlicher Arbeit.

Blutnacht von Martina Arnold:

Noch einmal trifft Krimi auf Horror und der Leser fragt sich:

Wieviel Wahrheit steckt in den alten Legenden und sollte man des Nachts spazieren gehen?

Salz auf seiner Haut von Petra Steps:

Mit Begeisterung habe ich diese Geschichte begonnen, die Autorin hat mutig ein Thema angefasst, bei dem eigentlich ein männlicher Täter erwartet wird, dazu ein wirklich guter und flüssiger Schreibstil und dann ein Ende das ich nicht verstanden habe, seufz, auch nach zweimaligem Lesen habe ich nicht begriffen wie die Polizei der Täterin auf die Spur kam, schade. 

Mein erster Mord von Stefan B. Meyer:

Wenn das Leben zu ende geht wird es Zeit seine Dinge zu ordnen, manchmal gehört mehr dazu als ein Testament zu schreiben und manchmal wird man von seinen Taten überrascht, wie mich das Ende überraschte.

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden, dort findet ihr auch, wie im Buch nähere Informationen über die Autoren.


Broschierte Ausgabe, Softcover
Sprache: deutsch
Oktober 2015, 1. Auflage
244 Seiten,  Preis € 12,00 [D] / € 12,40 [A]
ISBN 978-3-95848-700-0

 

 

 

 




 



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hier dürft ihr mir eure Kommentare hinterlassen.