Sonntag, 4. Oktober 2015

Die Rückkehr der Kriegerin. Feuerjäger 1 von Susanne Pavlovic

Sie ist raubeinig, respektlos und mit allen Wassern gewaschen. Sie macht keine Gefangenen, weder auf dem Schlachtfeld noch in der Liebe. Ihr Schwert gehört jedem, der sie mit Gold bezahlen kann. Krona Karagin ist alles andere als eine strahlende Heldin. Doch Helden sind viel zu selten in diesen ruhigen Zeiten, und als ein Feuerdämon sich über dem Königreich Abrantes erhebt, sammelt sie eine bunte Truppe von Zwergen, Kriegern und Zauberern um sich, um der Bedrohung die Stirn zu bieten. Krona Karagin ist keine Heldin, aber sie ist stinksauer, und sie hat nichts zu verlieren. „Wir alle lieben unsere Heldengeschichten: von Rittern in schimmernder Rüstung, von großen Taten, von Aufopferung, Mühsal und edler Gesinnung, von mutigen Recken, die nichts und niemand von ihrem Weg abbringt. Diese Geschichte ist keine davon.“

Meine Meinung:

Ich greife gleich mal den letzten Satz des Klappentextes auf
  „Wir alle lieben unsere Heldengeschichten: von Rittern in schimmernder Rüstung, von großen Taten, von Aufopferung, Mühsal und edler Gesinnung, von mutigen Recken, die nichts und niemand von ihrem Weg abbringt. Diese Geschichte ist keine davon.“

Und genau das ist gut so, ich will keine edlen Ritter, keine strahlenden Helden, ich will Menschen und Wesen wie sie sind, eigennützig, stur, manchmal gut manchmal böse, die weinen, schreien, lachen und lieben, ich erwarte von Ihnen das sie mich mitnehmen in ihre Welt, mich in ihren Bann  ziehen und dazu zubringen immer mehr von ihnen zu erfahren, leider kommt das viel zu selten vor, Fantasy als Genre finde ich sehr interessant, die Stories versprechen viel, wenn ich dann aber sehe *Band 1 von 12* verlässt mich doch meist die Lust am weiter lesen, meist schon vor der ersten Seite. Und trotz des Wissens das es sich bei Feuerjäger um einen Mehrteiler handelt, habe ich das Buch gelesen? Und zwar einzig und allein wegen des Klappentextes, wegen der wütenden und stinksauren Krona und ich wurde nicht enttäuscht, Susanne Pavlovic hat ihre Protagonisten so liebevoll beschrieben, das nicht ein Wort zu viel war, ich durfte jeden einzelnen kennenlernen, jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte die zwingend erzählt werden musste um zu verstehen was sie zu ihren Taten veranlasste. Sie erzählt von der Soldatin Krona, die um des Geldes Willen der Nichte eines reichen Kaufmanns hilft ihr Erbe zu suchen, von Fenrir dem Geheimnisvollen, der allen Verführungskünsten Kronas widersteht und sie damit kränkt, von Lianna und Thork, der Prinzessin und dem Zwerg die mehr verbindet als sie sich eingestehen wollen, Pintel,einem kleinen Zauberer der darunter leidet das ihn alle Frauen niedlich finden und Nardor und Lomir, dem Gelehrten und dem Kaufmann die gemeinsam schon so manches Abenteuer überstanden haben.
Nur zusammen können sie es schaffen, die Welt so wie sie ist zu retten, aber bis sie sich gefunden haben überstehen sie schon so manche Schwierigkeit.
Mit der letzten Seite des Buches ist die Geschichte noch lange nicht zu ende erzählt, der Weg der Gefährten beginnt erst und ich freue mich darauf sie auch weiterhin zu begleiten.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, kein Wort zu viel und keines zu wenig.
Ich habe auch nur eine Kleinigkeit zu beanstanden, Prinzessin Lianna entwickelt sich von einer selbstbewussten starken Frau zu einer Zicke, die ich absolut nicht mehr leiden kann, aber vielleicht ändert sich das ja in den nachfolgenden Bücher wieder. 
Aber das ist nun mal wirklich Jammern auf hohem Niveau.
Feuerjäger ist ein fantastisches Buch aus dem Amrun Verlag und man sollte sich sowohl Autorin und Verlag gut merken.

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden.


  • Broschiert: 620 Seiten
  • Verlag: Amrun Verlag (19. April 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3958690416
  • ISBN-13: 978-3958690417