Mittwoch, 8. April 2015

Extinction von Kazuaki Takano



Ist die nächste Stufe der Evolution das Ende von uns allen?

Jonathan Yeager wird im Auftrag der amerikanischen Regierung in den Kongo geschickt. Bei einem Pygmäenstamm sei ein tödliches Virus ausgebrochen. Die Verbreitung muss mit allen Mitteln verhindert werden. Doch im Dschungel erkennt Yeager, dass es um etwas ganz anderes geht: Ein kleiner Junge, der über unglaubliche Fähigkeiten und übermenschliche Intelligenz verfügt, ist das eigentliche Ziel der Operation. Kann es sein, dass dieses Geschöpf die Zukunft der Menschheit bedroht? Yeager weigert sich, das Kind zu töten. Er setzt alles daran, den Jungen in Sicherheit zu bringen. Eine gnadenlose Jagd auf die beiden beginnt.

Inhalt:
Der Söldner Yeager nimmt einen äußerst lukrativen *schmutzigen* Auftrag an, er soll die Menschen in einem  Pygmäendorf im Kongo töten, Männer, Frauen und Kinder, die angeblich mit einem besonders gefährlichen Ebola infiziert sein sollen.  Zeitgleich soll der junge Pharmakologe Kento im Auftrag seines verstorbenen Vaters ein Medikament entwickelt, das Yeagers Sohn retten soll, der nur noch knapp 4 Wochen zu leben hat. Sowohl Kento als auch Yeager schweben in tödlicher Gefahr, denn die amerikanischen Geheimdienste befehligt von einem skrupellosen, macht gierigen Präsidenten Burns, will ihre Pläne vereiteln, mit allen Mitteln.

Meine Meinung:
Extinction von Kazuaki Takano ist ein schwieriges Buch, liest man nur den Klappentext, erwartet man einen  Thriller, mit spannenden Verfolgungsjagden, bei dem es vordergründig um die Rettung eines Kindes geht, die Auflösung wäre nicht allzu schwierig gewesen, ein Kind ist schließlich leicht zu verstecken, wenn es nirgends registriert ist. Da es sich in diesem Fall allerdings um ein Kind mit besonderen Fähigkeiten und von besonderem Aussehen handelt, das die Existenz der Menschheit so wie wir es kennen in Gefahr bringen könnte, ist das Ende natürlich nicht so simple.Die Passagen des Buches, die rund um Yeager seine Söldnerkameraden und um das Kind spielen, sind hochspannend und beunruhigend, zeigen sie doch eindrucksvoll und teilweise auf brutale Art und Weise auf, zu was Menschen fähig sind wenn sie ihre Interessen durchsetzen wollen. Auch Kentos Arbeit, die Entwicklung eines Medikaments gegen pulmonale Alveolarepithelzellensklerose, könnte interessant sein, wären da nicht ganze Seiten wissenschaftlicher Erklärungen, die leider etwas ermüdend wirken ohne ein großes Interesse an Biologie, Chemie oder überhaupt Naturwissenschaften neigt man doch dazu diese Seiten zu überblättern, vielleicht wäre es besser gewesen diese Stellen etwas kürzer zu halten und dafür allgemeinverständlicher.
Interessant ist auf jeden Fall Kentos Entwicklung, vom eher desinteressierten Pharmakologiestudenten zu einem ambitionierten Forscher, der sein eigenes Leben in Gefahr bringt um andere zu retten.
Geschickt vermag es der Autor alle Handlungsstränge über mehrere Kontinente miteinander zu verbinden, seine Figuren sind realistisch ausgearbeitet, so das man mit ihnen hoffte und litt. Im Großen und Ganzen kann ich für Extinction eine Leseempfehlung aussprechen, ein anspruchsvoller Wissenschaftsthriller von einem Autor den man sich merken sollte.

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden. http://www.randomhouse.de
  • Verlag: C. Bertelsmann Verlag (2. Januar 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570101851
  • ISBN-13: 978-3570101858
  • Originaltitel: Genocide