Mittwoch, 9. Oktober 2013

Unglaubliche Welt Kopfkino von Thomas Dellenbusch


 


Vor der Erfindung des Fernsehers und den Kinos gehörte das Erzählen oder Vorlesen von Geschichten zu den beliebtesten Freizeitvergnügen im Freundes und Familienkreis oder in der Dorfgemeinschaft.
Kopfkino entdeckt dieses Vergnügen neu!
Egal, ob sie mit ihren Freunden eine Wandertour von Berghütte zu Berghütte machen, eine mehrtägige Fahrradtour oder einen Segeltörn; Es gibt sie noch: Abende ohne Fernseher.

Inhalt:
Der erste Band umfasst in 4 kurzen Geschichten das Genre Mystery, wobei ich persönlich die letzten beiden Geschichten eher zur Science Fiction zählen würde, aber das kann ja jeder für sich entscheiden.
Geschichte 1:
 der Weichensteller. Sebastian Gruhn nutzt seine übersinnlichen Fähigkeiten, um für die Polizei ein entführtes Mädchen zu finden.
Vorlesezeit ca. 90 min.

Geschichte 2:
Das Testament: Martha Vadeva soll groß erben. Aber sie weiß nicht, von wem und warum.
Vorlesezeit ca. 120 min

Geschichte 3:
Der Nobelpreis. Otto Bendner wird Nobelpreisträger für Physik. Dann wird er von einem geheimnisvollen Kollegen kontaktiert.
Vorlesezeit: ca. 50 min

Geschichte 4.
Der Matrjoschka- Code
Eine Frau ohne Erinnerung wird von einem 80jährigen durch ihr eigenes Unterbewusstsein geführt.
Vorlesezeit: ca. 70 min.

Da die Geschichten wirklich sehr kurz sind gehe ich auf den Inhalt gar nicht weiter ein, zu schnell ist zu viel verraten.

Meine Meinung:
Ich habe mir die Geschichten, weder vorlesen lassen noch vorgelesen, da ich das Buch in einer Leserunde mit Autorenbegleitung gelesen habe und das eigentlich eine Voraussetzung zur Teilnahme war, will ich nicht unerwähnt lassen, das der Autor von vornherein wusste das ich Vorlesen hasse und das er mich trotzdem mitlesen lies, vielen Dank noch mal dafür.

Das Konzept *Kopfkino* ist für mich völlig neu gewesen und ich habe vorher auch noch nie etwas von einem ähnlichen Buch gehört.
Natürlich habe ich mich vor Lesebeginn gefragt, was wohl Kopfkinogeschichten von normalen Kurzgeschichten unterscheidet?
In diesem Fall ist es u.a. die Einfachheit der Bilder die im Kopf entstehen, es zählt das jetzt, durch die gut und ausführlichen Situationsbeschreibungen ist der Leser nicht dabei, wenn Martha das erste Mal auf die Männer trifft die ihr von dem Erbe erzählen das sie antreten soll, oder sitzt man neben Sebastian, wenn er beobachtet was geschieht, nein man beobachtet, wie einen Film den man im Kino oder zu hause sieht. Für mich hat das Konzept Kopfkino zu 100% funktioniert, ich hatte bei jeder Geschichte eine andere Art Film im Kopf, der Weichensteller war ein klassischer Krimi, das Testament ein französischer s/w Film und die letzten beiden Geschichten, wie schon erwähnt SF.
Warum ich trotzdem nur 4 Sterne gebe.
Leider wegen des Lieblingskindes des Autors
Der Nobelpreis, sie setzt zu viel physikalisches Wissen vor raus, sie ist schwer zu lesen und ohne Hilfestellung des Autors wäre ich niemals auf die Lösung gekommen, leider hat nicht jeder Leser die Möglichkeit den Autor so lange zu löchern bis alle Fragezeichen aus den Hirnwindungen verschwunden sind.
Im Großen und Ganzen kann ich aber sagen
Das Konzept funktioniert und ich würde mich über mehr Kopfkinogeschichten freuen.



  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: Thomas Dellenbusch; Auflage: 1 (13. April 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3000419306
  • ISBN-13: 978-3000419300