Sonntag, 22. September 2013

Das Schwein von Edward Lee ( Gastrezension von Alex M. )


 


Kurzbeschreibung:


Leonard ist ein Loser. Dabei beginnt sein Leben gar nicht mal so schlecht. Er studiert Literatur und veröffentlicht sogar eine Kurzgeschichte. Doch dann geht es bergab: Leonard will einen Film drehen und klaut einfach das nötige Equipment. Doch weil er halt ein Loser ist wird er verhaftet und ins Gefängnis gesperrt. Dort wird er täglich missbraucht, doch er hält durch und nach seiner Entlassung gerät er an Kredithai Rocco, der ihm seinen Film finanziert. Doch schon knapp nach der Fertigstellung muss Leonard feststellen, dass Rocco mehr von ihm will – er soll für ihn Filme drehen. Abartige Filme, in denen Tiere und Frauen die Hauptrolle spielen. 

Alex Meinung:

Was uns Edward Lee hier präsentiert ist ganz große Abartigkeit. Sex mit Tieren, Folter und Qual – vor nichts schreckt der Meister des Horrors zurück. Lee will schocken! Und das gelingt ihm mit diesem Buch ganz exzellent. Noch nie habe ich dermaßen viele Abartigkeiten auf einem Haufen gelesen. Dabei schockt nicht Splatter, nein, hier schocken Penetration mit Tieren, Großwüchsigen und Abhängigen. Und mitten unter ihnen Leonard, der doch nur einen meisterhaften Film drehen wollte.
Leonard macht eine Wandlung durch, seine Zeit im Gefängnis, das Beobachten des Vaters beim Sex und letztendlich die Erpressung durch die Mafia – das alles macht aus einem scheinbar normalen jungen Mann einen Dämon, der sich nicht mehr unter Kontrolle hat und am Ende nicht einmal mehr seinen großen Triumpf bewusst miterleben kann. Diese Wandlung ist erschreckend dargestellt, sind es doch eher die Lebensumstände von Leonard, die ihn dazu bringen, nicht sein ursprüngliches Wesen.
Lee schockt, aber Lee bringt auch zum Schmunzeln, durch perfide eingestreute Äußerungen, wie zum Beispiel von dem Epiphanier „Toaster sind böse“ oder durch seine originellen Filmtitel „Ich habe pfertig“ und „Nachmittags vor die Hunde gegangen“.  Lee will den Leser also nicht nur zum Würgen bringen , sondern vor allem eins: Unterhalten. Und das gelingt ihm mit dem vorliegenden Buch sehr gut.

„Das Schwein“ ist aus der Extrem-Reihe von Festa und wird ohne ISBN und nur direkt über den Verlag vertrieben.
http://www.festa-verlag.de
Verkauf erst ab 18.


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