Montag, 22. Oktober 2012

Leseempfehlung: Die Kinder des Bösen von Jan Hellstern

  • Verlag: Kein & Aber; Auflage: 1. Aufl. 2012 (1. August 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3036956557
  • ISBN-13: 978-3036956558
 Klappentext:

Der junge Deutsch-Tscheche Honsa Kralik wird in den Wirren des letzten Kriegswinters 1945 gezwungen, seinem Elternhaus den Rücken zu kehren und in seine Geburtsstadt Prag zu fliehen. Und Honsa scheint zunächst Glück zu haben: Er entkommt an die Ostgrenze, noch im Zug begegnet er der schönen Lenka, die ihn bei sich aufnimmt. Kaum in Prag angekommen, trifft er auf einen alten Arzt und Forensiker, der ihm Arbeit gibt. Doch der seltsame Doktor weiß offenbar mehr über Honsa, als er preisgibt, und Honsa wird wider Willen immer tiefer in eine düstere Geschichte gezogen, an deren Ende er nicht nur ein dunkles Familiengeheimnis aufdeckt, sondern selbst Teil einer schrecklichen Wahrheit wird.

Inhalt:
Trotz seiner Behinderung soll Honsa zur Wehrmacht eingezogen werden, der Rachsüchtige Herr Rat, Schullehrer und zuständig für die Rekrutierung der jungen Soldaten lässt ihm einen Einberufungsbefehl zustellen, Honsa begeht Fahnenflucht und kann sich in letzter Minute in das von den Deutschen besetzte Prag flüchten. Dort begegnet er Menschen die sein Leben von Grund auf ändern und seine Vergangenheit in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Es kommen Geheimnisse ans Tageslicht, die bei der ersten Betrachtung vielleicht lieber im Dunkeln geblieben wären, auf den zweiten Blick aber zwingend aufgedeckt werden mussten. Zwei Menschen erweisen sich als besonders wichtig in Honsas Leben in Prag, der alte Arzt Pavelik für Honsas Vergangenheit und die junge Lenka für seine Zukunft.
Meine Meinung:
Das dies der erste Roman des Autors Jan Hellstern ist, mag man kaum glauben, eine sehr intelligente Wortwahl und eine bildhafte Beschreibung der Menschen und der Umgebung lassen den Leser in die Geschichte eintauchen, sie fühlen den seelischen Schmerz der Figuren und die eher seltenen Momente des Glücks.
Als Krimi, wird das Buch angeboten, meiner Meinung nach wird diese Bezeichnung dem Buch aber nicht gerecht, denn es handelt sich nicht um die klassische Suche nach dem Mörder bei der am Ende der Böse gestellt wird. Wahn oder eher die Angst davor und Wirklichkeit vermischen sich, ohne das der Autor die Realität aus den Augen verliert.
Perfekt und absolut empfehlenswert.

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